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Wir empfehlen: | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||
* Motivierung durch Gruppenarbeit
Die meisten Kinder, auch schon in der 1. Klasse, lieben es, mit ihren
Freunden zusammen zu sein. Man sollte diese Bereitschaft zur Kommunikation und
Kooperation, wie man sie zum Beispiel beim Spielen vorfindet für den
Unterricht nutzbar machen. Die Kinder finden sich dabei nach eigener Wahl in
Gruppen zu 3 -6 Personen zusammen, wo sie Aufgaben zusammen oder in
Rollenverteilung bearbeiten. Das Arbeitsergebnis wird für alle gemeinsam
bewertet. Wichtig dabei ist, dass in jeder Gruppe Kinder mit unterschiedlicher
Leistungsfähigkeit sind. Um die Gruppe zu motivieren, besonders intensiv
mit “ihrem” Leseschwachen zu arbeiten ist es günstig, diesem
spezielle Aufgaben zu stellen. Die Qualität seiner Arbeit wird besonders
hervorgehoben und gelobt, wobei Lob und Belohnung immer der ganzen Gruppe gilt.
Auch Lesespiele sind hervorragend für Gruppenarbeit geeignet, da sie
unmerklich integrierte Lesemotivation induzieren.
* Motivierung durch Wettbewerb
Wettbewerb hat eine ungeheuer motivierende Kraft, allerdings motiviert er
nur, wenn man Gewinnchancen hat. In der Schule kann Konkurrenzdenken allerdings
die soziale Integration einer Klasse zerstören, da Wettspiele wie
“Rechenkönig” oder “Fehlerlesen” nur die guten
Schüler motivieren. Wettspiele können zum Beispiel in Gruppenform
durchgeführt werden, wenn in jeder Gruppe unterschiedlich
leistungsfähige Kinder hat. Der Vorteil am Gruppenspiel liegt darin, dass
auch das leistungsschwache Kind eine Gewinnchance hat und an einem
möglichen Sieg Anteil nehmen kann. Manche Spiele, wie zum Beispiel
“Lesememory” setzen auch andere Fähigkeiten voraus, wodurch das
leseschwache Kind seine Schwäche durch andere Fähigkeiten kompensieren
kann (z.B. dass sich das Kind die Lage der verschiedenen Kärtchen besser
merken kann).
* Motivierung durch Lesespiele
Wie bereits in den vorangegangenen Grundsätzen angesprochen sind die
Einsatzmöglichkeiten von Lesespielen sehr variabel. Lesespiele wie auch
andere Lernspiele kommen dem Spieltrieb der Kinder sehr entgegen, allerding
sollte man sich bei der Auswahl, beim Einsetzen im Unterricht oder bei der
Herstellen von Spielen einige Gedanken machen. Das Spiel ist deshalb für
die Kinder interessant, weil es für die Kinder einen bestimmten
Aufforderungscharakter hat. Beim Spiel ist das Ziel meist bekannt (z.B. bei
Memory die meisten Kärtchen haben ). Der Verlauf und die Struktur des
Spiels sollte für das Kind nachvollziehbar sein. Man sollte daher bei der
Herstellung eines Spiels nicht primär vom sachlichen Hintergrund ausgehen,
sondern von Spielstrukturen die Kinder auch in ihrer Freizeit spielen. So gibt
es für den Bereich Lesen die Spiele Schwarzer Peter, Leselotto,
Lesequartett, Lesedomino oder Lesememory. Wichtig beim Einsatz des Spiels, ist
die Freiwilligkeit der Kinder. Die Schüler oder Gruppen sollten die
Möglichkeit haben, sich ein Spiel selbst auszusuchen. Ein weiterer
wichtiger Faktor ist die Gewinnchance. Der Erfolg bei einem Spiel sollte nicht
nur ausschließlich von der Lesefähigkeit abhängen, sondern
sollte auch einem leseschwachen Kind ermöglicht werden. (Anm. d.
Verf.)
* Motivierung durch Arbeitsmaterialien
Es gibt Arbeitsmittel, die für Kinder besonders attraktiv und
motivierend sind, weil sie sich stark von schulischen Arbeitsmitteln
unterscheiden. Ein gutes und bewährtes Beispiel dafür ist der
LÜK-Kasten. Er ist ein formales Arbeitsmittel, das sich sehr gut zur
Selbstständigkeit und zur Selbstkontrolle eignet und für
vielfältige Übungen brauchbar ist. Kinder arbeiten auch sehr gern mit
Leseschiebern oder Lesestreifen. Der Vielfalt solcher Materialien sind keine
Grenzen gesetzt, da sie praktisch auf jeden Inhalt angepasst werden können.
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