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Leistungsmotivation

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b.) Untersuchungen zur Aufhebung von erlernter Hilflosigkeit
Zur Aufhebung von erlernter Hilflosigkeit verwendet man vor allem folgende Prozeduren: Stimmungserhöhungstraining, Entspannungsaufgaben, Beobachtung (Modelllernen) zur Änderung der Attribution, intermittierende (vs. kontinuierliche) Verstärkung. Das letztere Training soll ungünstige motivationale Muster abbauen und durch neu realistische ersetzen. Es gliedert sich in vier Phasen:
1. Identifikation von Bewältigungsstrategien
2. Akquisitionsstraining (Erwerb neuer Verhaltensweisen) mit kontinuierlicher Verstärkung
3. Akqusitionstraining mit intermittierender Verstärkung
4. Periodische Modifikation und Anpassung
a.) Schätzen des gegenwärtigen emot. Zustands des Klienten
b.) Anpassung der Behandlung an die indiv. Bedürfnisse des Klienten
Es zeigen sich Vorteile der intermittierenden Verstärkung gegenüber der kontinuierlichen. (PETERMANN in SELIGMAN, S. 209-221)

4 Möglichkeiten der Motivation in der Volksschule am Beispiel Lesen

In den vorigen Kapitel wurde die Motivation von der theoretischen Seite näher beleuchtet, nun sollen kurz praktische Umsetzungsmöglichkeiten am Beispiel des Lesenlernens herausgearbeitet werden.
Zur Wiederholung sollen nochmals folgende Erkenntnisse festgahalten werden. Unser Verhalten wird durch Motive, zielgerichtete Kräfte ausgelöst und gesteuert. Im Menschen sind unterschiedlich starke Motive wirksam, die auf Ziele gerichtet sind. Ein Motiv löst ein zielgerichtetes Verhalten aus, wenn nicht Widerstände oder andersartige Motiv dies verhindern. Erreicht ein zielgerichtetes Verhalten sein Ziel, so spricht man von Erfolg, erreicht es das Ziel nicht, von Misserfolg. Erfolge verstärken ein Motiv, wodurch das erfolgreiche Verhalten leichter und schneller abläuft. Misserfolge schwächen ein Motiv, und das erfolglose Verhalten wird verlernt. Durch wiederholte Misserfolge und die damit verbundene fortgesetzte Frustration erlischt die Motivation.
Bei der Lesemotivation kann man drei Motivationsstufen unterschiedlicher Zieldistanz unterscheiden:

1. Stufe: Indirekte Lesemotivation
Lesen ist hier nicht Ziel, sondern nur Mittel für einen ganz andersarigen Zweck, der auch durch ein anderes Verhalten erreichbar wäre.
- z.B. wird eine Belohnung für eine bestimmte Leseleistung in Aussicht gestellt (z.B. Süßigkeiten, Spielzeug,...)
- das Kind liest, um Zuwendung zu erringen (Bedürfnis nach sozialer Bindung, Sympathie)
- das Lesen wird durch Geltungsbedürfnis motiviert (das Kind möchte anerkannt werden) ® bei leseschwachen Kindern kann Wettbewerb zu Frustration führen
  
Erlebte Verkaufspraxis. Studienausgabe: Wie ich meinen Umsatz und mein Einkommen vervielfachte
Siehe auch:
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