Title:

Leistungsmotivation

Home
deutsch
  
ISBN: 3170203770   ISBN: 3170203770   ISBN: 3170203770   ISBN: 3170203770 
 
|<< First     < Previous     Index     Next >     Last >>|
  Wir empfehlen:       
 

3.) Stabil vs. variabel
Diese A.dimension bezieht sich auf die Dauer von Nichtkontrollbedingungen. Stabile Ursachen werden als langlebig und wiederkehrend erlebt und bewirken eine chronische Hilflosigkeit. Bei variablen Ursachen wird zum Beispiel das Versagen bei einer Prüfung durch Müdigkeit oder Erschöpfung erklärt, während bei stabilen Ursachen Unfähigkeit oder fehlende Intelligenz von der Person angegeben werden.

* Die Reformulierung von MILLER & NORMAN
Eine Verbesserung des Modells von SELIGMAN sehen die Autoren vor allem in der Einführung von Situationsfaktoren, die die Bedingungsgrößen der Hilflosigkeit aufdecken sollen. MILLER und NORMAN widersprechen SELIGMAN in der Annahme, dass sowohl positive als auch negative Verstärkung zu Hilflosigkeit führen kann.
Sie verweisen auf empirische Ergebnisse, die zeigen, daß positive Verstärkung sowohl zu Leistungsverbesserung als auch zu Leistungsverschlechterung führen kann. Ihrer Meinung nach wird oft vernachlässigt, wie situationale Erfahrungen in kognitive Elemente übersetzt werden. MILLER & NORMAN empfehlen ebenfalls ein attributionstheoretisches Konzept. Zur Kennzeichnung der erlernten Hilflosigkeit wird zwischen affektiven und Leistungsdefiziten unterschieden. Beide können unabhängig voneinander auftreten und mit der Attribution variieren.
Es werden vier Situationsfaktoren genannt:
1. Instruktion zur Nonkontingenz
2. Instruktion zur Aufgabenschwierigkeit
3. Instruktion zur Aufgabe selbst
4. Dauer der Hilflosigkeit
Zu dieser situationalen Betrachtung gehören weiters soziale Normen, Beobachtung anderer bei der Leistungsausführung und der Typ der Aufgabe. Dieses Modell ist allerdings aufgrund der vielen Variablen nur schwer überprüfbar.

* Die reformulierte Hilflosigkeitstheorie von ABRAMSON et al.
WORTMAN und BREHM leisteten einen entscheidenden Beitrag zur Theoriebildung, indem sie verschiedene Phasen der Entstehung erlernter Hilflosigkeit unterschieden. Das Ziel dieses Modells ist es, Reaktanz und erlernte Hilflosigkeit zu integrieren. Unter Reaktanz versteht man den Zustand, der einer Unkontrollierbarkeitsbedingung folgt. Dies zeigt sich unter anderem durch Wut, Ärger oder vermehrte Anstrengung. Erst wenn diese “Widerstandsphase” durchlaufen ist und die Unkontrollierbarkeitsbedingung weiter besteht, kann es Hilflosigkeit kommen.
WORTMAN & DINTZER sehen in der Hilflosigkeitsphase einen Problembewältigungsprozess, wo versucht wird, sich auf die neue Situation einzustellen. Diese Überlegung geht über das Modell von ABRAMSON et al. hinaus, da sie mit einbeziehen wollen, wie Effekte und Folgen der Hilflosigkeit zu beheben sind. WORTMAN & DINTZER unterstreichen die Fähigkeit einer Person, mit einem unkontrollierbaren Ereignissen fertig zu werden (z. B. bei Krebspatienten). WORTMAN und DINTZER bieten ein Drei-Phasen-Modell an, das von Reaktanz über die Hilflosigkeit bis zur Bewältigung reicht. In den Phasen variiert die Motivation, Kontrolle auszuüben.
In der Reaktanzphase steigt die Motivation an, in der Hilflosigkeitsphase zeigt sich ein starker Abfall und erst in der Anpassungsphase (bei gelungener Anpassung) steigt die Motivation auf ein mittleres Niveau an.
Dieser Überblick über die verschiedenen theoretischen Konzepte macht deutlich, dass die Theoriebildung zum Begriff Hilflosigkeit ein großes Problem darstellt. Die begrifflichen Unklarheiten konnten bisher noch nicht geklärt werden.
  
Grundlagen des Verhaltens in Organisationen
Siehe auch:
Mathematik für BWL-Bachelor: Schritt für Sch...
Kostenrechnung: Grundlagen der Vollkosten-, D...
Einführung in die Buchführung und Bilanzier...
Mathematik für BWL-Bachelor: Übungsbuch: Erg...
Einführung in die Allgemeine Betriebswirtschaftsl...
Market Leader Intermediate New Edition Practice...
 
   
 
     
|<< First     < Previous     Index     Next >     Last >>| 

Back to the topic site:
StudyPaper.com/Startseite/Wissenschaft/Geistwissenschaften/Psychologie

External Links to this site are permitted without prior consent.
   
  Home  |  deutsch  |  Set bookmark  |  Send a friend a link  |  Copyright ©  |  Impressum