Titel:

Leistungsmotivation

Beschreibung:  Die Entwicklung der Leistungsmotivation beginnt schon sehr früh und konnte bei Versuchen im Zusammenhang mit dem Kinderspiel beobachtet werden...
Autor:Roman Brunsteiner
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ISBN: 3941574051   ISBN: 3941574051   ISBN: 3941574051   ISBN: 3941574051 
 
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Leistungsmotivation



1 Definition der Leistungsmotivation


Der Begriff der Leistungsmotivation hat in den letzten Jahren an Bedeutung zugenommen. Dies resultiert vor allem aus den Veränderungen in der Gesellschaft, in der die Chancen zunehmend nach Tüchtigkeit und Leistungsfähigkeit und weniger nach der Abstammung oder Privilegien verteilt werden.
Unter Leistung versteht man aus psychologischer Sicht die Anzahl der richtig gelösten Aufgaben in einer Zeiteinheit. Der Begriff Leistungsmotiv beschreibt die Bereitschaft eines Menschen, durch eigene Tüchtigkeit Aufgaben zu lösen. Das ist zwar von der Intelligenz unabhängig, allerdings werden die Ergebnisse von Leistungen durch sie beeinflusst.
Leistungsmotivation ist eine Verhaltensbereitschaft, die bei verschiedenen Kindern
in unterschiedlichen Ausmaß in Richtung Misserfolgs- und Erfolgsmotivation
ausgeprägt ist. Sie trägt zur Erklärung der Leistungsdifferenzen (neben Faktoren
wie z.B. Begabung) zwischen den Kindern. (PERREZ, S. 108)
Die Leistungsmotivation kann nicht nur unterschiedlich groß sein, sondern kann auch in verschiedene Richtungen gehen:
positive Richtung:
Das Ausmaß, in dem eine Person eine
Leistung erbringen will.
Bei erfolgsmotivierten Menschen ist diese Richtung stark ausgeprägt.
Erfolgsmotivierte neigen dazu, ihre Erfolge der eigenen Fähigkeit und Misserfolge mangelnder Anstrengung zuzuschreiben.
negative Richtung:
Das Ausmaß, in dem eine Person Leistungsverhalten vermeidet.
Diese Ausrichtung führt zu Furcht und Misserfolgen. Die Gründe für eine Entwicklung in diese Richtung können sein, dass eine Person zu viele Misserfolgserlebnisse erlebt hat, oder dass es andere Dinge gibt, die über eine bestimmte Zeitspanne hinweg wichtiger sind (z.B. in der Pubertät Sexualität und Freundschaft). Misserfolgsmotivierte bewerten Erfolge als zufällig und schreiben Misserfolge dem eigenen Begabungsmangel zu.

Die Leistungsmotivation ist eine aufgebaute Verhaltensdisposition. Ein wichtiger Faktor ist die Erfahrung, die eine Person gemacht hat, wenn sie in bestimmten Situationen bestimmte Reaktionen zeigt. In der Praxis heißt das, dass Kinder, die mit positiver Bekräftigung (Lob, Ermutigung, Anerkennung,...) erzogen werden, ein vielfältiges Handlungsrepertoire aufbauen können. Erziehungspraktiken, bei denen die Bestrafung im Vordergrund steht, machen die Kinder ängstlich, wodurch in weiterer Folge unangenehme Aufgaben gemieden werden. Erfolgs- wie Misserfolgsmotivation sind erlernbar und somit auch erfahrungsabhängig.
(VGL. PERREZ, S. 104-108)

  
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Dieser Artikel wurde uns freundlicherweise von Roman Brunsteiner zur Verfügung gestellt.

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