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Leistungsmotivation1 Definition der LeistungsmotivationDer Begriff der Leistungsmotivation hat in den letzten Jahren an
Bedeutung zugenommen. Dies resultiert vor allem aus den Veränderungen in
der Gesellschaft, in der die Chancen zunehmend nach Tüchtigkeit und
Leistungsfähigkeit und weniger nach der Abstammung oder Privilegien
verteilt werden.
Unter Leistung versteht man aus psychologischer Sicht die Anzahl der
richtig gelösten Aufgaben in einer Zeiteinheit. Der Begriff
Leistungsmotiv beschreibt die Bereitschaft eines Menschen, durch eigene
Tüchtigkeit Aufgaben zu lösen. Das ist zwar von der Intelligenz
unabhängig, allerdings werden die Ergebnisse von Leistungen durch sie
beeinflusst.
Leistungsmotivation ist eine Verhaltensbereitschaft, die bei
verschiedenen Kindern
in unterschiedlichen Ausmaß in Richtung Misserfolgs- und
Erfolgsmotivation
ausgeprägt ist. Sie trägt zur Erklärung der
Leistungsdifferenzen (neben Faktoren
wie z.B. Begabung) zwischen den Kindern. (PERREZ, S.
108)
Die Leistungsmotivation kann nicht nur unterschiedlich groß
sein, sondern kann auch in verschiedene Richtungen gehen:
Die Leistungsmotivation ist eine aufgebaute Verhaltensdisposition.
Ein wichtiger Faktor ist die Erfahrung, die eine Person gemacht hat, wenn
sie in bestimmten Situationen bestimmte Reaktionen zeigt. In der Praxis
heißt das, dass Kinder, die mit positiver Bekräftigung (Lob,
Ermutigung, Anerkennung,...) erzogen werden, ein vielfältiges
Handlungsrepertoire aufbauen können. Erziehungspraktiken, bei denen die
Bestrafung im Vordergrund steht, machen die Kinder ängstlich, wodurch in
weiterer Folge unangenehme Aufgaben gemieden werden. Erfolgs- wie
Misserfolgsmotivation sind erlernbar und somit auch erfahrungsabhängig.
(VGL. PERREZ, S. 104-108)
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